Theorie von Alpago Novello:
ahrscheinlich
erreichte die Via Claudia Augusta Cesio Minore und führte an Cesio
Maggiore vorbei. Von hier ging es in Richtung Marsiai und dann nach
Formegan, dem Kreuzungspunkt der Claudia Augusta mit dem alten römischen
Handelsweg von Feltre nach Belluno (der tatsächliche Kreuzungspunkt
könnte die alte Kirche sein). Von Formegan nach Campo traversiert
die Strasse verschiedene bekannte Gemarkungen, wo man immer noch
viele archäologische Funde macht (Gräber, Münzen). Jenseits des
Baches Vesés (welcher zusammen mit dem Bach Terche die Grenze der
zwei Gemeinden von Feltria und Bellunum darstellt) ging die Strasse
an der bemerkenswerten S.Marco Kirche vorbei, die als "S.Marco di
Via Pagana" bekannt ist. Noch weiter südlich liegt die kleine Kirche
S. Lorenzo di Grigher (1393), deren Lage als neutrales Gebiet zwischen
den Städten von Belluno und Feltre angesehen wurde und daher als
Wahlstätte des Bischofs der zwei damalig vereinten Diözesen diente
(nach einer lange Zeit der Trennung sind sie heute wieder unter
derselben Diözese vereint). Die Strasse in Richtung Nave (dieser
Ortsname repräsentiert eine Schiffsbrücke über die Piave) lief durch
das Stadtzentrum von Tiago in Richtung S.Donato (langobardische
Kirche) und dann zum Talkessel des Schlosses von Zumelle, dessen
Struktur sicher römischem Ursprungs ist.
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Theorie von Luciano
Bosio:
us
der Ebene kommend ging die Via nach Falzé die Piave entlang, dann
weiter am linken Piave Ufer, um schließlich in ein Tal zu münden.
Durch Valdobbiadene führend, ging sie mutmaßlich am linken Ufer
des Flusses weiter und führte im folgenden durch Vas (also nicht
durch das Schloss von Zumelle und Praderadego, wie bei der von Alpago
Novello aufgestellten These). Der weitere Verlauf geht dann über:
Vas - Marziai - Busche - Cesiomaggiore - Feltre - Artèn - Castel
Tesino.


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